Gold- und Silberbarren: Das sind die Unterschiede

Gerade in wirtschaftlich wechselhaften und unsicheren Zeiten zählen Edelmetalle zu den gefragtesten Anlageformen. Doch worin unterscheiden sich eigentlich Gold- und Silberbarren und wozu sollte ich als Anleger bzw. Anlegerin tendieren? Dieser Artikel gibt Ihnen Aufschluss über die wichtigsten Kriterien.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Unterschiedliche Optiken & Wirkungen
  3. Unterschiede in der Zusammensetzung
  4. Wichtig für Anleger: die Unterschiede im Wert

Das Wichtigste in Kürze

  • Silber- und Goldbarren unterscheiden sich optisch und in Bezug auf die Assoziation, was sich in unserer Gesellschaft als auch in den Religionen abzeichnet.
  • Für Silber- als auch Goldbarren gibt es gesetzliche Vorgaben zum Reinheitsgrad. Beide Edelmetalle müssen mindestens 99,9 (bzw. 99,99) Prozent erreichen.
  • Während Gold als sicherer Anker in Krisenzeiten gilt, ist Silber das flexiblere Zahlungsmittel und profitiert von wirtschaftlichem Aufschwung.

Unterschiedliche Optiken & Wirkungen

In erster Linie fällt der optische Unterschied der beiden Edelmetalle ins Auge. Die gelb-metallische Farbe des Goldes wird mit Reichtum und Wohlstand assoziiert. Silber hingegen steht mit seiner kühlen und hellen Färbung für Reinheit und Offenheit.

Dementsprechend ist auch die Deutung im religiösen Bereich unterschiedlich: Gold wird mit Heiligkeit und Reinheit in Verbindung gebracht oder steht für Helligkeit, Licht und Erleuchtung – insbesondere im Buddhismus. In der chinesischen Philosophie symbolisiert Gold die Sonne, das Yang und Harmonie und das Silber den Mond

Silber steht für Leichtigkeit, Freiheit, Schnelligkeit und Klarheit, wirkt aber kühl und zurückhaltend. Im Christentum steht es für Erlösung  im Judentum für moralische Unschuld und Heiligkeit.

Unterschiede zwischen Gold- und Silberbarren
Inok – stock.adobe.com

Unterschiede in der Zusammensetzung

Für die Legierung von Goldbarren und Silberbarren gibt es unterschiedliche Herstellungsverfahren und Vorgaben bzgl. der Reinheit.

Bei der Herstellung gegossener Goldbarren wird zunächst aus Rohgold und / oder Altgold in Raffinerien per Elektrolyse-Verfahren Feingold-Granulat mit einer Reinheit von 99,99 Prozent hergestellt. Dieses wird dann exakt auf das benötigte Barren-Gewicht abgewogen.

Die Silberlegierung für einen Silberbarren ist auf 999/1000 festgelegt, also auf 99,9 Prozent. Folglich besteht die Legierung zu lediglich 0,1 Prozent aus Kupfer. Dieses lupenreine Silber nennt man auch Feinsilber.

Wichtig für Anleger: die Unterschiede im Wert

Das wohl wichtigste Kriterium ist die Frage nach dem Wert. Gold ist wesentlich mehr wert als Silber, weshalb für Silber weit mehr Lagerraum benötigt wird. Auf der anderen Seite kann Silber im Krisenfall leichter verkauft werden, da es als Währung flexibler ist und bei einer Währungsreform häufig als Zahlungsmittel fungiert.

Gold wiederum gilt als sicherer Anker in Krisenzeiten. Meist steigt der Wert dann, während die Silberkurse stärker schwanken und in Wirtschaftsflauten häufig sinken. In Hoch-Zeiten der Wirtschaft hingegen verzeichnet Silber häufig einen Kursgewinn: Hier lässt sich wirksam Kapital schlagen.  

Ein weiterer Aspekt ist die Mehrwertsteuer: Gold ist als Anlagemetall von der Mehrwertsteuer befreit und der Kauf somit kostenlos. Silber hingegen zählt zu den Industriemetallen, weshalb der übliche Satz von 19 Prozent erhoben wird.

Bei Ihnen sind Fragen aufgetaucht und Sie wollen mehr zum Thema Gold- und Silberbarren wissen? Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder hinterlassen Sie uns eine Textnachricht!